Bürgerinitiative Gegenwind Flörsbachtal e.V.
Bürgerinitiative Gegenwind Flörsbachtal e.V.

Windparkplanungen in Flörsbachtal

Musterbrief zur Stellungnahme für den Regionalplan
2017 Entwurf Musterbrief Einspruch-1.doc[...]
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Regionalplan Hessen Süd Definition neuer Windvorranggebiete

Pressemitteilung Januar 2017

 

In der Regionalversammlung am 16.12.2016 wurde über den neuen Teilplan Erneuerbare Energien Südhessen entschieden.
Besonders in Flörsbachtal wurden durch das Regierungspräsidium in Darmstadt zahlreiche neue Vorrangflächen ausgewiesen. In Kempfenbrunn und Mosborn sind zum Beispiel  über 250 ha neu dazugekommen. Konkret bedeutet das, dass rund um die Gemeinde Flörsbachtal 60 % des Waldes der Gemeinde künftig mit Windkraftanlagen bebaut werden könnten und somit aus jedem Ortsteil von Flörsbachtal heraus sichtbar für die Bewohner.
Diese Flächen wurden trotz Naturschutzrechtlicher  Einwände, wie dem Vorkommen der Mopsfledermaus, des Rotmilan und des Schwarzstorches  mit ihren jeweils umfangreichen Schutzradien, und der Lage in Trinkwasserschutzgebieten ausgewiesen.
Nach derzeitigem Erkenntnisstand im Genehmigungsverfahren Rosskopf  verbleibt kein einziges Windrad auf Flörsbachtaler Gemeindefläche. Dies bedeutet, keinerlei Einnahmen aus der Verpachtung von Gemeindeflächen. Es verblieben im Falle einer Genehmigung der Jossgrunder Anlagen lediglich die Nachteile der Naturzerstörung und damit würde  der Gemeinde Flörsbachtal jegliche Chance zur touristischen Entwicklung  verbaut.
Dies alles trotz folgender, der Politik wohlbekannter Fakten:
Trotz eines massiven Zubaus an Windkraft von 2015 bis 2016 von fast 5000 Megawattstunden ist mit den Windrädern 2016 im Vergleich zu 2015 7.000 Megawattstunden weniger Strom erzeugt worden. (1 Megawattstunde entspricht 1000 Kilowatt/h)
Seit Beginn der Energiewende ist nach Aussage des Wirtschaftsrates der Bundesregierung der CO2 Ausstoß aus fossilen Brennstoffen nicht reduziert worden.
Alleine vom 24. bis 26.12.2016 mussten wir als die nicht von der EEG Umlage befreiten  Verbraucher knapp 20 Millionen Euro für die Entsorgung von Windstrom bezahlen .
Der Aufwand der Netzbetreiber zur Stabilisierung des überlasteten Stromnetzes stieg in 2015 deutlich an. Die wachsende Zahl an Netzeingriffen wird zu einem immer größeren Kostenfaktor. 2015 kosteten sie bereits mehr als eine Milliarde Euro, was auch zusätzlich wieder auf der Stromrechnung der Verbraucher landete. Das ist  eine Verdoppelung in nur einem Jahr. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren auch auf der Stromrechnung der Verbraucher fortsetzen.
Diese über die Stromrechnung kreierten Subventionsmilliarden landen ausschließlich in den Taschen weniger Profiteure und dienen nicht der Rettung des Weltklimas.
Auch im Main Kinzig Kreis werden durch eine Tochtergesellschaft der Kreiswerke Verluste durch Windkraftanlagen produziert. In einem guten Windjahr (2015) waren es 364.000 Euro Verlust, gemäß Bilanz. Da die Kreiswerke diesen Verlust ausgleichen müssen reduziert sich damit auch deren Gewinn. Reduzierter Gewinn der Kreiswerke bedeutet weniger Geld für den Landkreis Main Kinzig und damit letztendlich auch weniger Geld für die Gemeinden. Also zahlen alle für diese politisch gewollten wirtschaftlichen Fehlentscheidungen.
Die Kompetenz der Politik erschöpft sich darin, dem Bürger zu erklären, man könne mit Gefriertruhen und Elektroautos Strom speichern.  Dies zeigt einmal mehr die Unsinnigkeit der Energiewende.
Schon vor 10 Jahren klammheimlich vorbereitet, indem der Naturschutz im Naturpark Spessart aufgehoben wurde, soll mit allen Mitteln ein rein politisches Ziel durchgesetzt werden. So soll  nun klammheimlich, ohne Beteiligung der Öffentlichkeit das im Naturschutzgesetz definierte Tötungsverbot gefährdeter Tierarten  abgeschafft werden. Damit wird eine weitere Hürde für den ungebremsten Windkraftausbau beseitigt. Eine neue Gesetzesnovelle sieht eine Beschränkung von Klagemöglichkeiten für Naturschutzverbände vor. Und als neuestes Mittel der  Rechtsbeugung wird die Kompetenz der genehmigenden Fachbehörden  Obere Naturschutzbehörde usw.)eingeschränkt, indem man durch ein  gesetzlich nicht legitimiertes Aufsichtsgremium, als Clearingstelle des Umweltministeriums ins Leben gerufen, unzulässig politischen Druck auf die Entscheidungsträger im Genehmigungsverfahren ausübt. Vor diesem Gremium, unter den Augen der Anwälte der Antragsteller, werden die Beamten einem öffentlichen Rechtfertigungsdruck ihrer Entscheidungen ausgesetzt.  Im Mittelalter als Inquisition bekannt, scheinen diese Methoden heute in der Politik wieder begeisterte Anhänger zu finden.
Bisher hat unsere Öffentlichkeitsarbeit als Bürgerinitiative  dazu geführt, dass gravierende Fehler in den Genehmigungsunterlagen aufgedeckt wurden und erhebliche Nacharbeiten der Genehmigungsunterlagen erforderlich wurden, bis hin zum Flächendeckenden Nachweis der Mopsfledermaus im Planungsgebiet am Rosskopf durch die Gutachter von Juwi. Nach den zur Zeit geltenden Richtlinien dürfte es  keine andere Entscheidung als die Ablehnung der geplanten Windräder durch das Regierungspräsidium in Darmstadt geben.
Auch für die neu ausgewiesenen Vorrangflächen werden wir, gemeinsam mit unseren Gutachtern den Nachweis führen, dass aufgrund des Artenschutzes und des Trinkwasserschutzes kein Windrad in diesen Flächen genehmigungsfähig sein wird.
Wir sind dankbar für Unterstützung jeglicher Art.  Weitere  Informationen darüber, wie Sie uns unterstützen können finden Sie  auf unserer Internetseite unter www.gegenwind-floersbachtal.de  
Harald Krostewitz
1. Vorsitzender

Planungsentwurf aus 2013

Das aktuelle Genehmigungsverfahren beinnhaltet zwölf          Windkraftanlagen am Rosskopf. Die Gesamtplanung ist aber nicht aufgegeben.

Biologen und Vogelkundler durchstreifen zur Zeit wieder, für ein Naturchutzgutachten, die Wälder an der Hermannskoppe und am Seekopf.

Der Windpark rückt also wieder näher an den Ort und an den Ruheforst heran.

Von: Sabine.Vogel-Wiedler@rpda.hessen.de [mailto:Sabine.Vogel-Wiedler@rpda.hessen.de]
Gesendet: Dienstag, 22. September 2015 10:35
An: armin.brauns@t-online.de
Betreff: AW: Beteiligungsverfahren Windpark Roßkopf/Gemeinde Flörsbachtal

Genehmigungsverfahren gem. § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
Errichtung und Betrieb von elf Windenergieanlagen (WEA) in 63639 Flörsbachtal und 63637 Jossgrund

Az.: IV/F 43.1 -1449/12 Gen 08/14

 

Sehr geehrter Herr Brauns,

 

o.g. Genehmigungsverfahren  wird “förmlich“, d.h. unter Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt.

Das kann ich Ihnen definitiv bestätigen und das wurde von mir u.a. auch gegenüber Vertretern der Bürgerinitiative Gegenwind Flörsbachtal e.V.so kommuniziert.

Wann die Offenlage stattfindet, steht momentan noch nicht fest.

 

 

 

 

Freundliche Grüße

Im Auftrag

Sabine Vogel-Wiedler

 

Dezernat IV/F 43.1 - Immissionsschutz-Energie, Lärmschutz

 

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Regierungspräsidium Darmstadt

Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt

Gutleutstraße 114

60327 Frankfurt am Main

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Termine:

Verlängerung:

Fristablauf für Einsprüche zum Regionalplan am 13.7.2017.

Ein Musterbrief als Vorlage zum Download linke Seite unter "Stand Genehmigungsverfahren" und "Aktuelles zum Regionalplan"

Veranstaltungen

Flörsbachtal:

Bürgerinformationsveranstaltung zu Windkraftflächen in Mosbarn am 23.Mai 2017 im DGH Kempfenbrunn

Informationen oder Anmeldungen sind über uns möglich. Schicken sie uns einfach eine Nachricht.

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